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Die Schulwerkstatt ist ein Kooperationsprojekt
der GHS Gnadentaler Allee, des
Sozialdienstes katholischer Männer "Kontakt Erfttal",
des Jugendamtes der Stadt
Neuss und der Schulverwaltung.
2.1 Detaillierte ZielgruppenbeschreibungIn die Förderung
werden Jugendliche aufgenommen, die· erhebliche Schwierigkeiten
haben, ihre Pflichtschulzeit wenigstens mit dem Abschluss nach
Klasse 9 abzuschließen, weil sie überaltert sind und
noch die Klassenstufen 7 oder 8 besuchen müssen und/oder
abzusehen ist, dass sie den Anschluss im Klassenverband verlieren,
· aufgrund ihrer familiären Umstände kein Verhältnis
zu Schule und schulischer Ausbildung entwickelt haben,
· Lernschwächen aufweisen, die über eine engere
Verbindung zwischen theoretischem Unterricht und praktischem Tun
verringert werden können,
· große Probleme haben, die sogenannten "Sekundärtugenden"
wie z.B. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Sauberkeit,
Genauigkeit einzuhalten,
· wegen ihres sozialen Umfeldes gefährdet sind, weil
sie negativen Gruppenzwängen nicht widerstehen können,
· die unter schwerwiegenden Kommunikationsproblemen leiden
(mangelnde Konfliktfähigkeit, Ausweichstrategien, hohes Aggressionspotential,
Insichgekehrtsein).
Anmerkung:
Die Mehrzahl der Jugendlichen weist ein sehr komplexes Bild auf,
das sich aus Merkmalen aller fünf Bereiche zusammensetzt.
Sie sind deswegen erheblich schwieriger zu fördern.Auswahlkriterien
der Teilnehmer-/innen:Die Teilnahme wird abhängig gemacht
von der Entscheidung der Beteiligten (Schule und Jugendhilfe).
2.2 Konkrete Förderziele· gezielte Berufswahlvorbereitung
bereits während der Pflichtschulzeit (Eignungstests, Kennenlernen
unterschiedlicher Berufsfelder und ihrer spezifischer Anforderungen),
· Gewöhnung an die "Sekundärtugenden",
· Vermittlung eines Selbstwertgefühls durch Anerkennung
der individuellen Leistungen,
· Stärkung der Persönlichkeit (Recht auf Leistung
und Anerkennung, Schärfung des Persönlichkeitsprofils),
· handwerkliche Grundkenntnisse in Werkstoff- und Werkzeugkunde,
· bessere Eingliederung in den Regelunterricht der Hauptschule
mit dem Ziel des Mindestabschlusses nach Klasse 9 oder gezielte
Vorbereitung auf eine berufliche Ausbildung hin (Teilnahme am
Berufsförderlehrgang, Berufsgrundschuljahr, Berufsvorbereitungsjahr,
Überleiten in eine Berufsqualifizierung, die nicht an einen
bestimmten Abschluss gebunden ist).
2.3 Projektbeschreibung (Aktivitäten mit Zeitrahmen, Inhalten,
Teilnehmern)Pro Woche findet Unterricht "am anderen Ort"
in den Räumen des Kontakt Erfttal statt. Kompetente Ausbilder
betreuen die Schülerinnen und Schüler "vor Ort"
und unterweisen sie in den berufsspezifischen Aufgaben- und Handlungsfeldern.
Neben dieser berufsbezogenen Grundbildung findet Förderung
statt, die sich positiv auf die Stärkung der Persönlichkeit
auswirkt. Diese Arbeit übernimmt eine Sozialpädagogin/ein
Sozialpädagoge zusammen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
des Kontakt Erfttal. Die schulische Betreuung, Unterricht in den
Kernfächern, die Aufsicht sowie den ständigen Kontakt
zur Schulleitung stellt eine zusätzliche Lehrkraft sicher,
die im Rahmen des Zeitbudgets arbeitet.
Die Teilnahme an der Schulwerkstatt kann laufend erfolgen, die
Gestaltung des Unterrichtes in den schulischen Kernfächern
muss dieser Tatsache Rechnung tragen, Ziel ist im optimalen Falle
die Rückführung in den Regelunterricht.
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